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Was ist ein Einbaustrahler-Rechner?

Ein Einbaustrahler-Rechner sagt Ihnen, wie viele Downlights — Einbauspots oder Deckenspots — ein rechteckiger Raum benötigt und in welchem Abstand sie sitzen müssen, damit das Licht gleichmäßig fällt. Sie geben Länge und Breite des Raums sowie die Deckenhöhe ein, und der Rechner liefert den Abstand zwischen den Leuchten, den Abstand von der Wand zur ersten Reihe und die Anzahl der Spots entlang jeder Richtung.

Das Raster vor dem ersten Bohrloch zu planen ist wichtig, denn die Löcher sind endgültig. Zu eng gesetzte Leuchten erzeugen Lichtinseln und kosten unnötig Geld; zu weit auseinander gesetzte Leuchten lassen dunkle Zonen zwischen den Lichtkegeln. Ein Raster, das sich an der Deckenhöhe orientiert, ergibt eine gleichmäßige Ausleuchtung des gesamten Bodens.

Wie funktioniert er?

Der Rechner wendet die Faustregeln an, wie sie in den Anwendungsleitfäden für Einbaustrahler veröffentlicht werden. Sie sind bewusst einfach, denn sie hängen nur von einer Größe ab: der Deckenhöhe HH.

Abstand. Der Abstand zwischen benachbarten Leuchten beträgt etwa die halbe Deckenhöhe:

S=H2S = \frac{H}{2}

Eine Decke von 8 ft verlangt also ein Raster von 4 ft, eine Decke von 10 ft ein Raster von 5 ft. Höhere Decken bringen die Leuchte weiter vom Boden weg, ihr Lichtkegel fällt breiter aus, und weniger, weiter auseinanderliegende Spots decken denselben Raum ab.

Wandabstand. Die erste Reihe sitzt eine halbe Rasterzelle von der Wand entfernt, damit die äußeren Leuchten nicht direkt an ihr kleben:

D=S2=H4D = \frac{S}{2} = \frac{H}{4}

Leuchtenanzahl. Jede Raumseite wird durch den Abstand geteilt und auf die nächste ganze Leuchte gerundet, mindestens jedoch auf eine, damit auch ein winziger Raum Licht bekommt. Für einen Raum der Länge LL und der Breite WW:

NL=max(1,round(LS))NW=max(1,round(WS))N_L = \max\left(1, \operatorname{round}\left(\frac{L}{S}\right)\right) \qquad N_W = \max\left(1, \operatorname{round}\left(\frac{W}{S}\right)\right)

Die Spots werden als rechteckiges Raster angeordnet, die Gesamtzahl ist also das Produkt beider Zahlen:

N=NL×NWN = N_L \times N_W

Alle Eingaben und die beiden Abstandsergebnisse lassen sich wahlweise in ft/in oder m/cm eingeben bzw. ablesen — der Rechner rechnet intern um, das Raster beschreibt also denselben Raum, welche Einheiten Sie auch wählen.

Rechenbeispiele

1. Ein Wohnzimmer von 16 ft mal 12 ft mit einer Decke von 8 ft. (4,88 m mal 3,66 m, Decke 2,44 m.) Der Abstand beträgt 8/2=48 / 2 = 4 ft (1,22 m), und die erste Reihe sitzt 4/2=24 / 2 = 2 ft (0,61 m) von der Wand entfernt. Entlang der Länge: 16/4=416 / 4 = 4 Leuchten; über die Breite: 12/4=312 / 4 = 3 Leuchten. Der Raum bekommt ein Raster von 4×34 \times 3, also 12 Einbaustrahler.

2. Ein Raum von 20 ft mal 12 ft mit einer höheren Decke von 10 ft. (6,10 m mal 3,66 m, Decke 3,05 m.) Die höhere Decke weitet das Raster auf 10/2=510 / 2 = 5 ft (1,52 m), die erste Reihe liegt 2,5 ft (0,76 m) von der Wand entfernt. Entlang der Länge: 20/5=420 / 5 = 4 Leuchten. Über die Breite: 12/5=2.412 / 5 = 2.4, gerundet 2 Leuchten. Insgesamt also 4×2=84 \times 2 = 8 Spots — ein größerer Raum als im ersten Beispiel, aber vier Leuchten weniger, weil die zusätzliche Deckenhöhe die Verteilung übernimmt.

3. Ein Raum von 6 m mal 4 m mit einer Decke von 2,4 m. Der Abstand beträgt 2.4/2=1.22.4 / 2 = 1.2 m, der Wandabstand 0,6 m. Entlang der Länge: 6/1.2=56 / 1.2 = 5 Leuchten; über die Breite: 4/1.2=3.334 / 1.2 = 3.33, gerundet 3. Das ergibt ein Raster von 5×35 \times 3, also 15 Spots.

Praktische Hinweise

  • Das ist eine Allgemeinbeleuchtung, keine lichttechnische Planung. Die Regel “halbe Deckenhöhe” setzt übliche Wohnraum-Downlights mit gleichmäßigem Umgebungslicht voraus. Ein Strahler mit engem Abstrahlwinkel, eine sehr hohe Decke oder ein Raum, der Arbeitslicht auf einer Arbeitsfläche braucht, verlangen ein engeres Raster — oder eine echte Berechnung anhand der photometrischen Daten des Herstellers.
  • Prüfen Sie die Deckenbalken, bevor Sie sich auf das Raster festlegen. Der rechnerisch ideale Punkt liegt häufig genau auf einem Balken. Eine Leuchte ein paar Zentimeter zu verschieben, um dem Holz auszuweichen, verändert das Licht kaum und ist weit einfacher, als die Konstruktion zu umbauen.
  • Halten Sie die Leuchten von den Wänden fern, statt sie darauf zu richten. Der Wandabstand sorgt dafür, dass die Spots den Raum ausleuchten und nicht die Wand streifen. Wenn Sie Bilder oder einen Steinkamin bewusst anstrahlen wollen, ist das eine eigene Reihe von Wandflutern deutlich näher an der Wand — typischerweise 18–30 in (45–75 cm) — zusätzlich zum obigen Raster.
  • Runden Sie zugunsten der Symmetrie. Ein perfekt gleichmäßiges Raster sieht besser aus als ein rechnerisch minimales. Bleibt eine unschöne Lücke, lohnt es sich meist, eine Leuchte pro Reihe zuzugeben, damit das Muster symmetrisch zur Raummittelachse bleibt.
  • Denken Sie den restlichen Raum mit. Ermitteln Sie die Deckenfläche mit dem Quadratmeter-Rechner, schätzen Sie die Platten, in die Sie die Löcher schneiden, mit dem Trockenbau-Rechner und kalkulieren Sie den Anstrich mit dem Farbrechner.

Häufig gestellte Fragen

Wie weit sollten Einbaustrahler bei einer Decke von 8 ft auseinander sitzen? Etwa 4 ft (1,22 m), wobei die erste Reihe rund 2 ft (0,61 m) von der Wand entfernt liegt. Das ist die Regel der halben Deckenhöhe.

Wie viele Einbaustrahler brauche ich für einen Raum von 12 mal 12? Bei einer Decke von 8 ft beträgt der Abstand 4 ft, also 12/4=312 / 4 = 3 Leuchten je Richtung — ein Raster von 3×33 \times 3, somit 9 Spots.

Bedeutet eine höhere Decke mehr Leuchten? Nein — meist weniger. Eine höher sitzende Leuchte wirft einen breiteren Lichtkegel, das empfohlene Raster wird größer, und dieselbe Bodenfläche braucht weniger Spots, wie die Beispiele 1 und 2 zeigen. Was eine höhere Decke braucht, sind mehr Lumen pro Leuchte, denn das Licht muss weiter reisen.

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