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Rechner für den mittleren arteriellen Druck (MAD)

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Was ist ein Rechner für den mittleren arteriellen Druck (MAD)?

Ein Rechner für den mittleren arteriellen Druck verwandelt eine gewöhnliche Blutdruckmessung in eine aussagekräftigere Zahl. Der mittlere arterielle Druck (MAD) ist der durchschnittliche Druck in Ihren Arterien während eines vollständigen Herzzyklus. In der Medizin wird er häufig verwendet, weil er den Perfusionsdruck widerspiegelt, der das Blut tatsächlich in Ihre Organe und Gewebe drückt — etwas, das das vertraute Paar aus systolischem und diastolischem Wert nicht direkt zeigt.

Geben Sie Ihren systolischen Blutdruck (SBD) und Ihren diastolischen Blutdruck (DBD) in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) ein, und der Rechner gibt Ihren MAD in derselben Einheit zurück.

Warum der MAD wichtig ist

Ihr Herz verbringt mehr Zeit in der Entspannung (Diastole) als in der Kontraktion (Systole). Aus diesem Grund ist der Durchschnittsdruck über einen Herzschlag nicht der einfache Mittelwert der beiden Zahlen — er liegt näher am diastolischen Wert. Der MAD erfasst diese Gewichtung, weshalb Ärzte ihn nutzen, um zu beurteilen, ob die Organe ausreichend durchblutet werden.

Ein MAD von mindestens 60 mmHg gilt allgemein als das Minimum, das zur Durchblutung lebenswichtiger Organe wie Gehirn, Herz und Nieren erforderlich ist. Ein typischer Ruhe-MAD liegt etwa zwischen 70 und 100 mmHg.

Wie funktioniert der Rechner?

Das Tool verwendet die beiden Werte aus einer Blutdruckmessung:

  1. Es nimmt Ihren systolischen Druck (die höhere Zahl, gemessen bei der Kontraktion des Herzens).
  2. Es nimmt Ihren diastolischen Druck (die niedrigere Zahl, gemessen, wenn das Herz zwischen den Schlägen ruht).
  3. Es gewichtet die Diastole doppelt so stark wie die Systole und bildet den Mittelwert.

Formel

Der mittlere arterielle Druck wird geschätzt als:

MAP=DBP+SBPDBP3\text{MAP} = \text{DBP} + \frac{\text{SBP} - \text{DBP}}{3}

was in der äquivalenten, leichter zu berechnenden Form geschrieben werden kann:

MAP=SBP+2×DBP3\text{MAP} = \frac{\text{SBP} + 2 \times \text{DBP}}{3}

Der Term SBPDBP\text{SBP} - \text{DBP} ist der Pulsdruck, und die Division durch 3 spiegelt die Tatsache wider, dass bei normaler Herzfrequenz etwa ein Drittel des Herzzyklus in der Systole und zwei Drittel in der Diastole verbracht werden.

Beispiele

Beispiel 1: Normaler Wert (120/80)

Messung: SBD = 120 mmHg, DBD = 80 mmHg.

MAP=120+2×803=2803=93.3\text{MAP} = \frac{120 + 2 \times 80}{3} = \frac{280}{3} = 93.3

Der mittlere arterielle Druck beträgt etwa 93,3 mmHg und liegt bequem im typischen Bereich.

Beispiel 2: Erhöhter Wert (140/90)

Messung: SBD = 140 mmHg, DBD = 90 mmHg.

MAP=140+2×903=3203=106.7\text{MAP} = \frac{140 + 2 \times 90}{3} = \frac{320}{3} = 106.7

Der mittlere arterielle Druck beträgt etwa 106,7 mmHg und liegt über dem üblichen Ruhebereich.

Praktische Hinweise

  • Der MAD ist eine Schätzung. Die einfache Formel setzt eine normale Herzfrequenz voraus; bei sehr hoher Herzfrequenz nimmt die in der Systole verbrachte Zeit zu, sodass sich der wahre Mittelwert verschiebt und die Näherung ungenauer wird.
  • Ein MAD, der unter etwa 60 mmHg fällt, kann darauf hindeuten, dass die Organe nicht ausreichend durchblutet werden, während ein dauerhaft hoher MAD Herz und Blutgefäße belastet.
  • Der Blutdruck schwankt im Tagesverlauf mit Aktivität, Stress, Koffein und Körperhaltung. Verwenden Sie für einen repräsentativen MAD eine ruhige, sitzende Messung im Ruhezustand.
  • Der MAD ersetzt weder eine vollständige Blutdruckbeurteilung noch eine ärztliche Beratung. Besprechen Sie anhaltend abnorme Werte mit einer medizinischen Fachkraft.

FAQs

Ist der MAD einfach der Durchschnitt aus systolischem und diastolischem Druck?

Nein. Da das Herz mehr Zeit in der Diastole verbringt, ist der MAD zum diastolischen Wert hin gewichtet und nicht der einfache Mittelwert. Deshalb wird der diastolische Druck in der Formel doppelt gezählt.

Was ist ein normaler MAD?

Ein Ruhe-MAD von etwa 70 bis 100 mmHg ist typisch, und mindestens 60 mmHg werden in der Regel zur Durchblutung lebenswichtiger Organe benötigt.

Was ist der Pulsdruck und wie hängt er mit dem MAD zusammen?

Der Pulsdruck ist die Differenz zwischen systolischem und diastolischem Druck (SBPDBP\text{SBP} - \text{DBP}). Der MAD addiert ein Drittel des Pulsdrucks zum diastolischen Wert.

Funktioniert die Formel bei jeder Herzfrequenz?

Sie funktioniert gut bei normaler Ruheherzfrequenz. Bei hoher Herzfrequenz steigt der Anteil der in der Systole verbrachten Zeit, sodass die einfache Näherung “durch 3 teilen” den MAD unterschätzt.

Welche Einheiten sollte ich verwenden?

Geben Sie beide Drücke in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) ein, der Standardeinheit für den Blutdruck, und das Ergebnis ist ebenfalls in mmHg. Zum Umrechnen zwischen Druckeinheiten siehe den zugehörigen Druckrechner. Hilfreich können auch der Herzfrequenzrechner und der BMI-Rechner für die Überwachung der Herz-Kreislauf-Gesundheit sein.

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