ERA-Rechner (Earned Run Average)
Was ist ein ERA-Rechner?
Ein ERA-Rechner ermittelt den Earned Run Average eines Baseball-Pitchers, die Kennzahl, die am häufigsten zusammenfasst, wie wirksam ein Pitcher Runs verhindert. Der ERA gibt an, wie viele verdiente Runs ein Pitcher im Durchschnitt über ein volles Neun-Inning-Spiel zulassen würde. Ein niedrigerer ERA ist besser: Er bedeutet, dass weniger Runs erzielt werden, während dieser Pitcher auf dem Mound steht.
Die Statistik zählt nur verdiente Runs — Runs, die ohne Mithilfe eines Feldfehlers oder eines Passed Ball erzielt werden. Runs, die wegen eines Abwehrfehlers fielen, gelten als „unverdient” und bleiben unberücksichtigt. So versucht der ERA, den eigenen Beitrag des Pitchers von der dahinterstehenden Abwehr zu trennen.
Eine kurze Geschichte
Der Earned Run Average geht auf die Arbeit des Statistikers Henry Chadwick im späten neunzehnten Jahrhundert zurück, der nach einer fairen Methode suchte, Pitcher zu vergleichen, als der Relief-Pitcher häufiger wurde. Einem Starter jeden Run anzulasten, der nach seinem Abgang fiel, war irreführend, daher wurde eine Rate pro Inning benötigt. Die National League übernahm den ERA 1912 als offizielle Statistik, und seither ist er ein Eckpfeiler der Pitching-Bewertung.
Wie funktioniert der Rechner?
Sie geben drei Angaben ein:
- Verdiente Runs — die Anzahl der dem Pitcher angelasteten verdienten Runs.
- Geworfene Innings — eingegeben als ganze Innings plus etwaige übrige Outs (0, 1 oder 2). Da drei Outs ein Inning ergeben, zählt jeder Out als ein Drittel eines Innings.
- Innings pro Spiel — die Länge eines regulären Spiels, standardmäßig 9 beim Standard-Baseball, aber reduzierbar (zum Beispiel auf 7 für ein Doubleheader-Spiel).
Der Rechner wandelt die Eingabe aus Innings und Outs zunächst in eine dezimale Anzahl geworfener Innings um und wendet dann die ERA-Formel an.
Die ERA-Formel
Der Earned Run Average ist definiert als:
Die geworfenen Innings kombinieren volle Innings mit übrigen Outs:
In Baseball-Box-Scores wird dieser Teilwert manchmal in der Kurzform „innings.outs” geschrieben, wobei für 65 Innings und 2 Outs steht — nicht für 65 und zwei Zehntel. Rechnet man die Outs als um, ergibt sich der echte Dezimalwert von Innings.
Gelöste Beispiele
Beispiel 1: ein Teil-Inning
Ein Pitcher lässt 15 verdiente Runs über 65 Innings und 2 Outs zu. Die geworfenen Innings ergeben:
Anwendung der Formel mit einem 9-Inning-Spiel:
Ein ERA von ist hervorragend — dieser Pitcher lässt etwa zwei verdiente Runs pro neun Innings zu.
Beispiel 2: volle Innings
Angenommen, ein Pitcher lässt 5 verdiente Runs über genau 10 Innings zu:
Beispiel 3: eine eigene Spiellänge
In einem 7-Inning-Spiel lässt ein Pitcher 4 verdiente Runs über 8 Innings zu:
Hinweise und praktische Nutzung
- Division durch null. Wurden keine Outs verzeichnet, sind die geworfenen Innings und der ERA ist undefiniert; der Rechner lässt das Ergebnis leer, statt einen unendlichen Wert auszugeben.
- ERA lesen. Als grobe Orientierung im Neun-Inning-Baseball ist ein ERA unter sehr gut, um etwa Durchschnitt und über schwach — die Schwellen verschieben sich jedoch mit Epoche und Liga.
- Was der ERA übersieht. Da unverdiente Runs ausgeschlossen sind und Abwehr und Glück die Zahl weiterhin beeinflussen, ergänzen Analysten den ERA mit Kennzahlen wie WHIP und FIP für ein vollständigeres Bild der Pitching-Leistung.